Wie unsere Techniker die VoIP-Infrastruktur z.B. für das Homeoffice am Laufen halten

Gepostet am: 2020-03-30 | Kategorien: VoIPstudio Neuigkeiten

Arnbjörn Eggerz – VoIPstudio (AE): Guten Tag. Vielen Dank für die Zeit für das Interview, natürlich auch aus dem Homeoffice. Kannst Du Dich kurz vorstellen?

Renier:
Ich bin Renier. Ich mache Vertrieb und Support bei VoIPStudio.

Arnbjörn Eggerz – VoIPstudio (AE): Stichwort Coronakrise in Deutschland und Homeoffice. YouTube und Netflix verzeichnen einen enormen Anstieg des Datenverkehrs. Was ist mit dem Datenverkehr bei einem VoIP-Service und einer VoIP-Telefonanlage wie VoiPstudio?

Renier: Ich habe die Metriken selbst nicht im Moment, kann aber sehen, dass viel mehr Anrufe getätigt und empfangen werden. Dazu kommen vielen neuen Anmeldungen und Hilfsanfragen. Unsere Kunden benötigen Unterstützung, um ihre Mitarbeiter auf Homeoffice umzustellen und um ihnen das Arbeiten zu ermöglichen.

Arnbjörn Eggerz – VoIPstudio (AE): Die Telefonanlage von VoIPstudio kann problemlos im und für das Homeoffice verwendet werden. Erhalten Sie viele Anfragen hier?

Renier: In letzter Zeit hat der Bedarf an Home-Office-Arbeit sowohl von neuen als auch von bestehenden Kunden stark zugenommen.

Arnbjörn Eggerz – VoIPstudio (AE): Welche Herausforderungen haben Sie im täglichen Betrieb, um sicherzustellen, dass das Datenvolumen bewältigt wird, und alle Kunden und externe Gesprächspartner eine qualitative gute Verbindung haben?

Renier: Wir hatten bereits ein sehr belastbares System eingerichtet, das mehrere Server und Rechenzentren nutzt. Um eine Verfügbarkeit von 99,99% zu gewährleisten. Wir nutzen auch mehrere Anbieter, um bei steigernder Auslastung der Internetdienste sicherzustellen, dass immer genug Kapazität vorhanden ist, um alle Services reibungslos am Laufen zu halten.

Arnbjörn Eggerz – VoIPstudio (AE): Das heißt also, selbst wenn ein oder mehrere Teammitglieder krank werden oder in Quarantäne müssen, wird die VoIP-Telefonanlage weiter funktionieren?

Renier: Ja, mit allen Diensten und Prozessen in der Cloud, können kranke oder schutzbedürftige Mitarbeiter nach Hause gehen und – wenn möglich – weiter Arbeiten, ohne das der Betriebsablauf ins Stocken gerät.

Arnbjörn Eggerz – VoIPstudio (AE): Welche Sicherheitsmaßnahmen sind vorhanden, wenn der Datenverkehr sich erhöht? Oder wenn generell einen Fehler einen Ausfall verursacht, da das Telefon gerade im Moment während Corona noch wichtiger ist?

Renier: Wie bei allen Sicherheitsthemen im Internet ist der Benutzer der wichtigste Sicherheitspunkt. Wir haben die Infrastruktur bestens aufgestellt und getan, was wir können, um sicherzustellen, dass Daten verschlüsselt und sicher gespeichert sind.
Aber mit immer mehr Benutzern, die von zu Hause arbeiten, sehe ich nicht das Problem bei dem Datenvolumen oder der Infrastruktur. Ich befürchte, dass sich immer mehr Möglichkeiten ergeben, bei denen Hacker auf Benutzerdaten oder sensible Daten zugreifen können.

Arnbjörn Eggerz – VoIPstudio (AE):
Lassen Sie uns für eine Sekunde über diesen Aspekt von Sicherheit sprechen. Deutschland meldet eine Zunahme der Telefonkriminalität und Unternehmen haben Angst vor Hacking wegen Homeoffice. Was können wir über Sicherheit sagen?

Renier: VPN ist das Stichwort – jedes Unternehmen oder Unternehmen, das Heim- oder Remote-Arbeiten in Betracht zieht, sollte in einen guten VPN investieren. Ich würde dies für alle Heimarbeiter vorschlagen, auch wenn VoIP nicht Teil der Services im Homeoffice ist. Denn wie ich bereits mit sagte: Je mehr Menschen von zu Hause aus arbeiten, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich für Hacker, auf Daten zuzugreifen. Und nicht alle Heimnetzwerke werden sicher sein. Ein VPN fügt der Sicherheit zu Hause eine zusätzliche Ebene hinzu und macht es sicherer von zu Hause aus zu arbeiten.

Arnbjörn Eggerz – VoIPstudio (AE):
Da muss ich nachfragen – Homeoffice mit VoIPstudio ist also ziemlich sicher?

Renier: Wir haben alles auf unserer Seite getan, z.B. modernste Verschlüsselung, um den VoIP-Dienst und andere Services bestmöglich abzusichern. Aber wenn ein Passwort aufgrund von Malware auf einem Laptop eines Benutzers, dann wird keine Sicherheitsmaßnahme in der Welt helfen. Die Situation ist dann wie ein Einbrecher, der den Schlüssel für das Haus hat. Also denkbar einfach.

Arnbjörn Eggerz – VoIPstudio (AE): Vielen Dank für diese Erkenntnisse! Irgendeine andere Empfehlung von Deiner Seite?
Renier: Forschung und Wissen! Seien Sie vorsichtig mit dem, was Sie kaufen, und stellen Sie sicher, dass jeder Anbieter, mit dem Sie zusammenarbeiten, ein guter Anbieter für Ihren Bedarf ist.

Für viele ist der Wechsel zu einer Cloud-Telefonielösung möglicherweise eine vorübergehende Änderung, um das Homeoffice umzusetzen. Es wäre also gut, einen Anbieter mit flexiblen Verträgen und einem guten Support-Team zu haben.

Nehmen Sie das Thema Sicherheit ernst und überlegen Sie, in ein VPN zu investieren, den alle Benutzer installieren und von zu Hause aus nutzen können Ganz generell: Versuchen Sie, eine gute Unternehmenskultur rund um das Thema Internetsicherheit zu etablieren. Beispielsweise das Nicht-Speichern von Passwörtern im Klartext oder notiert auf Papier. Stellen Sie sicher, dass Antivirus und Anti-Malware auf dem neuesten Stand sind. Und seien Sie beim Öffnen von Emails speziell Anhängen vorsichtig und achten Sie auch bei Klicken auf Reply, wem Sie antworten.

Arnbjörn Eggerz – VoIPstudio (AE): Vielen Dank für das Gespräch.

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